What’s next?

Trier – Zürich/Luzern – Dänemark – Schweden – Norwegen – Niederlande – Portugal – Spanien

 

Im Ausland leben

Es ist nun dritte Mal, dass ich all meine Sachen packe und das Land verlasse. Ich fühle mich in Deutschland einfach nicht wohl.

Immer wenn ich gefragt werde, warum ich unbedingt im Ausland leben möchte, sage ich:

 

Es ist wie ein zweites Leben in dem Leben, das ich gerade lebe.

 

Nach einem Jahr Deutschland kann ich nur sagen: Deutschland ist einfach nicht mein Land, ich bin hier aufgewachsen, das reicht mir.

Wohin also? Momentan weiß ich das selbst nicht so genau. Aus meiner Irland-Erfahrung habe ich gelernt und will mir erst einmal verschiedene Länder anschauen. Mir geht es in erster Linie nicht darum, viel zu reisen, sondern Länder wirklich kennenzulernen.

 

Tief in mir drin ist dieses Gefühl,

dass ich an einem anderen Ort sein sollte.  

Wo auch immer das gelbe Haus mit den Palmen im Vorgarten, dem grünen Hügel im Hintergrund und Meer in der Nähe ist, das mir immer wieder vor meinem inneren Auge erscheint als der Ort, wo ich hingehöre, irgendwann werde ich hoffentlich dort ankommen 😉

 

Prioritäten setzen: Zeit oder Geld?

In den letzten Jahren kam für mich das Thema „Freiberuflichkeit“ immer wieder auf. Doch durch meine Auslandsaufenthalte habe ich diesen Traum erst einmal hinten angestellt.

 

Im Zuge meiner Einwanderung (bzw. des Versuchs) war ich an einen Arbeitgeber gebunden (heißt: Ich wurde gesponsored) und konnte die Stelle nicht wechseln bzw. mich selbständig machen.

 

Zurück in Deutschland kam der Wunsch wieder auf, freiberuflich zu arbeiten und meine eigenen Ideen umzusetzen. Doch ohne Geld lässt sich das nicht so einfach verwirklichen.

Also entschied ich mich erst einmal zu arbeiten und merkte schnell „falscher Job, falscher Ort“.

 

Mir fehlten Impulse aus meiner Umgebung. Mir fehlte Leidenschaft und Seelenfeuer. Jeden Freitag, wenn ich mich an meinen Schreibtisch setzte (ich musste freitags nur bis 11Uhr arbeiten), Pläne für Freiberuflichkeit schmiedete, Artikel für meinen Blog schrieb oder an einer Geschichte saß, vergaß ich die Zeit und blühte auf.

 

Doch war ein Tag pro Woche nicht genug Zeit für meine Kinderbücher-Ideen geschweige denn für die Erstellung eines Konzepts und eines Businessplans.  

In den kommenden Monaten wechselte ich den Job, hatte wieder eine volle 5-Tage-Woche und begann die erste Weiterbildung, die ebenfalls einen Tag pro Woche in Anspruch nahm.

 

Wieder keine Zeit, um mich auf’s Schreiben zu konzentrieren.

 

Stunden reduzieren? Dann könnte ich nicht meine Weiterbildungen finanzieren und gleichzeitig Geld sparen, um ein finanzielles Polster aufzubauen.

 

Wie ich es auch drehte: Zeit und Geld waren die Dreh- und Angelpunkte.

 

Sollte ich mehr arbeiten, mehr Geld zu verdienen, um mir eine finanzielle Basis für meine Freiberuflichkeit zu schaffen? Mehr Geld verdienen in einer Leitungsfunktion und Schreibtischarbeit machen, die ich nicht ausstehen kann?

ODER

Sollte ich weniger arbeiten, mehr Zeit für mehr schreiben, um endlich ein vollständiges Konzept und einen Businessplan für meine Freiberuflichkeit zu erstellen?

 

Ich entschied mich für mehr Zeit und beschloss deshalb bis Weihnachten eine Auszeit zu nehmen – trotz eines sehr niedrigen Budgets. Mein Seelenleben ist mir momentan einfach wichtiger.

 

Low budget

Im letzten Jahr habe ich ganz klar Prioritäten gesetzt: Viel Geld ging im letzten Jahr für zwei Weiterbildungen und einen „Heimweh“-Flug nach Vancouver drauf.

Zwar konnte ich dennoch Geld sparen, aber das reicht nicht, um 5 Monate nur zu reisen. Was also tun? Kompromisse eingehen und Abstriche machen.

 

Da meine Reisekasse in den letzten Jahren eh immer klein war (dank meiner Ausgaben für Visa, work permit, Übersetzungen, Sprachtest etc., in einer der teuersten Städte weltweit leben und einmal im Jahr nach Deutschland fliegen), macht es mir nichts aus mit kleinem Budget zu reisen und weiß auch, wie ich mit wenig Geld auskomme.

 

Ich liebe es zu kochen und neue Menschen kennen zu lernen (couchsurfing, Hostels),

deshalb bin ich nicht der Typ für ständig im Hotel zu übernachten oder essen zu gehen.  

 

Ein paar Nächte im Van ist das reinste Abenteuer und es gibt nichts Schöneres als morgens mitten in der wilden Natur aufzuwachen.

 

Übrigens habe ich meine Erfahrungen mit low budget-Reisen mit ein paar Tipps von Nomadic Matt erweitert, schaut mal bei ihm vorbei, es lohnt sich: Nomadic Matt http://www.nomadicmatt.com/ und https://www.facebook.com/nomadicmatt/

 

Ich habe mich außerdem wieder für Freiwilligenarbeit entschieden und konnte bereits drei Jobs in Schweden und Norwegen vereinbaren (jeweils zwischen 1-4 Wochen). In Kanada und Irland habe ich damit bereits gute Erfahrungen gemacht und freue mich schon darauf.

 

Freiwilligenarbeit für 4-6 Stunden am Tag/5 Tage die Woche

lässt mir immer noch genügend Zeit, zu schreiben.

 

Falls sich natürlich irgendwo ein Job für 1-3 Wochen unterwegs ergeben sollte, werde ich natürlich gerne aushelfen, um die Reisekasse wieder etwas zu füllen 😉

 

Jetzt seid ihr gefragt!

Mich interessieren andere Länder, andere Kulturen, andere Sprachen und Traditionen, anderes Essen.

Kurz: Ich interessiere mich für Unterschiede und das Andere.

 

Wir können so viel voneinander lernen, wenn wir offener sind; Unterschiede und Andere akzeptieren und respektieren; Hemmschwellen abbauen und mehr aufeinander zugehen.

 

Ich würde daher gerne Ideen aus unterschiedlichen Ländern

auf meinem Blog veröffentlichen und damit Impulse setzen.

 

Und genau dafür brauche ich eure Hilfe:

Kennt ihr außergewöhnliche (alternative) soziale, pädagogische und/oder Umwelt-Projekte, über die berichtet werden sollte?

Außerdem interessiert mich das Thema „Homeschooling“ Kennt ihr Familien, die ich in den unten genannten Ländern dazu interviewen könnte?

Und dann wären Reisetipps noch ganz toll: Bitte keine 0815-typisch-Touri-Sehenswürdigkeiten. Besondere, magische Orte, Insidertipps und sei es so ein Tipp wie eine versiffte Kneipe auf einer einsamen Insel mitten im Nirgendwo, wo man das beste Essen bekommt 😉

 

Es geht um folgende Länder:

Schweiz (Zürich/Luzern Mitte Juli)

Dänemark (Kopenhagen, Anfang August)

Schweden und Norwegen (August/September)

Niederlande (Anfang Oktober)

Belgien/Nordfrankreich (Ende Oktober)

Portugal oder Spanien (November/Dezember)

Ich freu mich auf eure Anregungen 🙂

 

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