Luna: Soziale Medien in China? Kaum eine Chance! (2/2)

Keine Chance den Sozialen Medien!

In China sind viele Seiten gesperrt. Facebook, Instagram, Snapchat, die ganzen alltäglichen Social Media Kanäle, die man hier auch benutzt, waren gesperrt.

 

Es gibt VPN’s, mit denen man die Sperre umgeht. Es gibt Uhrzeiten, in denen die chinesische Regierung den Zugriff auf Social Media stärker kontrolliert. Und zu bestimmten Uhrzeiten, wo nicht viel kontrolliert wurde, sind alle immer sofort online gegangen und haben in Facebook geschrieben, Bilder auf Instagram geschaut, Twitter benutzt.

 

Als Trump gewählt wurde, hat gar nichts mehr funktioniert. Keiner kam mehr zu Facebook oder Youtube durch und es hat ewig geladen bis man mal eine Meldung lesen konnte.

 

Man kann nicht alle internationalen Zeitungen online lesen. Zeitonline geht, aber die New York Times wurde kürzlich gesperrt. Man kann sich auch nicht mehr in China die App runterladen, weil es von der chinesischen Regierung gesperrt wurde.

 

Kontrolle oder Schutz?

Im Wohnheim gab es überall Kameras. Im Flur, in den Aufzügen und unser Studentenwohnheim war von einem elektrischen Zaun umgeben. Wir hatten zwei Security Gates, ganz außen und dann kurz vor dem Wohnheim. Den Wachen mussten wir uns dann ausweisen und zeigen, dass wir dort wohnen.

 

Am Anfang dachte ich, es wäre zu unserem Schutz, aber es gab da noch eine Sache:

Wenn wir nach zwölf nach Hause gekommen sind, dann mussten wir uns in eine Liste eintragen. Zimmernummer, Uhrzeit, Namen. Es hieß, dass damit kontrolliert werden soll, wer am nächsten Tag in die Uni geht. Ob das stimmt, weiß ich nicht.

 

In der U-Bahn gibt es Taschenkontrollen. Das ist wie am Flughafen, man stellt seine Tasche auf das Band und sie röntgen es. Ich habe mal ein Küchenmesser gekauft und habe nicht dran gedacht. Da wurde ich natürlich angehalten und gefragt, wozu ich das Messer gekauft habe und was ich damit machen will.

 

Letztendlich musste ich mit dem Bus nach Hause fahren,

weil ich das Küchenmesser nicht mit in die U-Bahn nehmen durfte.

 

In den ersten Monaten habe ich immer meine Tasche kontrollieren lassen. Aber dann war ich mal mit einer Freundin unterwegs, auch aus Deutschland, und sie ist da einfach durchgelaufen. Ich habe sie angehalten und gefragt, ob sie nicht ihre Tasche kontrollieren lassen muss. Und sie meinte „Nö, das ist denen egal“ und ab dem Moment bin ich auch einfach durch.

 

Wenn ich große Rucksäcke hatte, bin ich aus freiwilligen Stücken zur Taschenkontrolle gegangen, aber das ist denen auch egal.

 

Sie bitten dich, deine Tasche auf das Band zu stellen,

aber sie lassen dich auch weiterziehen, wenn du keine Lust dazu hast.

 

Mir wurde auch mal mein Mückenspray weggenommen, weil die Securities meinten, da stehe „entflammbar“ drauf.

 

Ich hatte auch mal den Fall, dass wir zurück nach Shanghai gefahren sind und eine von uns wurde angehalten, weil sie Nagellack in ihrer Tasche hatte. Das enthält ja Alkohol. Sie haben uns aber weitergelassen.

 

Mir kommt es so vor, als ob sie die Regeln so machen,

wie sie grade Lust haben.

Es ist mal so, mal so. Man kann sich nicht auf die Regeln verlassen.

 

Auswendig lernen – das Nonplusultra

Es gibt auch Unterschiede im Schul- und Unisystem, also wie sie einem etwas beibringen. Da wird einfach auswendig gelernt. In China geht es nicht ums Verstehen, sondern ums Auswendiglernen.

 

Wir hatten Texte, die wir einfach nur auswendig lernen mussten.

Den Lehrern war es egal, ob wir es verstehen oder nicht.

 

Einfach nur das Wort nachsprechen können ohne zu wissen, was es bedeutet.

 

Fazit: Warum längere Auslandsaufenthalte so bedeutsam sind

Das hört sich jetzt alles sehr negativ an, ist es aber nicht. Es hat mir schon gefallen.

 

Am Anfang fand ich das Essen auch mega interessant, doch dann kam das Tief. Danach gab es aber dann Tage, an denen ging es auf und ab.

 

Insgesamt war es eine tolle Erfahrung! Ich habe viel gelernt. Von der Sprache her und ich weiß jetzt auch, dass ich in anderen Kulturen mich schnell anpassen kann, in China hat das gut funktioniert. Es war eine wertvolle Erfahrung für mich.

 

Natürlich gibt es auch nette Menschen dort! Sind ja nicht alle unhöflich. Unsere Lehrer zum Beispiel waren ganz nett.

 

Auf jeden Fall habe ich Deutschland mehr schätzen gelernt. Ich habe mich früher immer über die Datengeschwindigkeit beschwert, dass das Internet zu langsam ist. Aber in China war es so gut wie unmöglich durch zu kommen. Deswegen schätze ich das mehr und auch die Freundlichkeit der Menschen, den Abstand, den die Leute hier einem lassen.

 

Ich gehe jetzt auch bewusster damit um und achte sehr stark darauf, wie Leute mit mir umgehen. Zum Beispiel an der Kasse oder im Service.

 

Ob ich das nochmal machen würde? Ich denke schon!

Ich würde sogar auch nochmal nach China gehen.

Die Sprache ist einfach toll!

 

 

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