Inspirierende Weltenwandler

Seit Monaten beschäftige ich mich bereits mit Reiseplänen, mal mehr, mal weniger. In den letzten 2-3 Wochen wieder mehr. Nachdem es mit der Auswanderung nach Kanada (siehe Teil 1, Teil 2 und Teil 3) nicht geklappt hat, dachte ich mir, ich sollte Europa auch eine Chance geben und mich mal auf diesem Kontinent ein wenig umschauen.

 

Ich verbringe meine Freizeit also gerade mit viel Recherche und Tagträumen, wo ich überall hin möchte. Von vornherein war für mich klar, dass ich mir einen Bus kaufen werde. Einen T3. Oder einen T4. Die Transporter-Version. Oder einen Renault Kangoo. Ich bin noch in der Recherche-Phase 😉

 

Als ich 2011 mit meiner Schwester 5 Wochen lang im Auto geschlafen habe (hier geht’s zum Neuseeland-Artikel), war das meines Erachtens die beste Möglichkeit, das Land kennenzulernen und eine mega entspannte Zeit zu haben. Näher konnten wir der Natur nicht sein!

 

Und  dann hat sich bei mir der Gedanke eingeschlichen, dass ich unbedingt Bäume pflanzen muss, wenn ich reise, um meinen ökologischen Fußabdruck klein zu halten.

 

Woher kam plötzlich dieser Gedanke?

 

Albin

Da fällt es mir ein. Der Schwede, der für den Frieden in Syrien wandert.

Erinnert ihr euch noch? Hier könnt ihr seine Geschichte noch einmal nachlesen:

Mein Name ist Albin und ich lade euch ein, mit mir für den Frieden in Syrien zu wandern

 

Es gibt Geschichten, an die erinnert man sich immer wieder. Albins Geschichte ist, für mich, eine davon. Er hat mich inspiriert, etwas an die Natur zurückzugeben, wenn ich reise und meinen dreckigen Fußabdruck hinterlasse.

Für diese Inspiration bin ich ihm sehr dankbar.

 

Auch ist es mir wichtig, langsam zu reisen. Keine Billigflüge nehmen, um schnell am Ziel zu sein. Die Landschaft genießen und Zeit zum Beobachten und entdecken haben. Mit den Menschen in verschiedenen Ländern in Kontakt kommen, um so einen Einblick, eine Momentaufnahme, ein Foto ihrer Kultur und ihrer Geschichte zu bekommen.

 

Gianluca

Noch ein Weltenwandler, der sich in meine Gedanken eingeschlichen hat. Der Italiener, der auf Frachtschiffen durch die Welt reist. Der von Europa bis China mit dem Zug fährt und es keine Sekunde bereut.

 

Erinnert ihr euch? Noch nicht gelesen? Hier gibt es eine Auffrischung:

Teil 1: Gesichter der Welt

Teil 2: Auf einem Frachtschiff zu reisen war fantastisch

Teil 3: China erscheint mir so mysteriös

 

Und dann wird mir klar, dass mich einige Geschichten meiner Weltenwandler ganz besonders inspiriert haben.

Jene Geschichten, die mich daran erinnern, was wichtig ist im Leben.

 

Benjamin: Geboren, um glücklich zu sein

„Wir sind geboren, um glücklich zu sein. Geboren, um wir selbst zu sein.“

Ich liebe diesen Satz! Ein Australier, der uns an seiner Selbstfindung teilhaben lässt und uns erzählt, wie er nicht zu dem werden wollte, was andere von ihm denken. Wie er seinen Weg fand, der nicht immer einfach war und das Glück in der Natur wiederfand.

 

Teil 1: Der Junge mit dem Feuer in den Augen

Teil 2: Es gab Zeiten, da wollte ich nicht mehr ich selbst sein

Teil 3: Ich wollte meine Erfahrungen mit der Welt teilen und so viele Herzen berühren wie nur möglich

 

Mark: Zweite und dritte Chancen

Marks Geschichte geht mir immer noch unter die Haut. Ich erinnere mich noch genau an jenen Abend, als wir zu dritt (Mark, Nils und ich) im Hostel in unserem Zimmer auf dem Boden gesessen haben und Mark uns seine Geschichte erzählt hat. So eine bedeutungsstarke und emotionale Geschichte, die uns mit voller Wucht zeigt, dass das Leben kein Film ist, der vor den Augen abläuft während man gemütlich auf der Couch sitzt, mit einer Tüte Chips in der Hand und zuschaut.

 

Wünschen wir uns nicht alle, Teil des Films zu sein, der vor unseren Augen auf der Leinwand abläuft? Macht es! Springt rein und lasst euren emotionalen Ballast auf den Sitzen liegen! Ihr werdet es nicht bereuen.

 

Teil 1: Über zweite und dritte Chancen

Teil 2: Die dritte Chance traf mich mit voller Wucht

Teil 3: Am nächsten Morgen war der Schmerz verschwunden

Teil 4: Ich ließ emotionalen Ballast los

 

Sandra: Brücken bauen

Bei meiner Reiseplanung kam mir auch immer wieder der Gedanke der Verständigung. Zwar spreche ich fließend englisch und mein französisch versuche ich gerade wieder aufzufrischen. Doch weiß ich aus eigener Erfahrung, dass die mediterranen Länder (Südfrankreich, Spanien, Italien) sich schwer tun mit englisch. Und so viele unterschiedliche Kulturen.

Was tun?

 

Brücken bauen, fällt mir ein. Mit Händen und Füßen verständigen.

 

Wie Sandra, die die Kleidersäcke nachts über den Zaun ins Asylantenheim geworfen hat. Obwohl sie Berührungsängste hatte.

Wisst ihr noch? Sandra, die sich für Flüchtlinge eingesetzt hat, obwohl sie Bammel vor der unbekannten Sprache und Kultur hatte. Sie hat es einfach gemacht. Ist einfach über ihren Schatten gesprungen in eine Welt, die schockierend, aber auch unglaublich bereichernd für sie war:

 

Teil 1: Ich hatte irgendwie Berührungsängste 

Teil 2: Überall werden Hände gebraucht

Teil 3: Der „Jungle“ in Calais 

 

Razan, Dyana und Wajdy: Was sind wahre Probleme?

Was, wenn mir das Geld ausgeht? Oder mein Bus gestohlen wird? Was, wenn…stopp. Was sind nochmal wirkliche Probleme? Wäre es lebensbedrohlich, wenn mir das Geld ausgeht? Nein. Wäre es lebensbedrohlich, wenn mein Bus weg wäre? Nein.

 

Es wäre lebensbedrohlich in einem Kriegsgebiet zu wohnen. Oder in ein Schlauchboot mit 20 anderen zu steigen, um damit über das Meer in die vermeintliche Rettung zu fahren.

 

Razans, Dyanas und Wajdys Geschichte haben mich daran erinnert, wie dankbar ich sein kann, für das, was ich im Leben habe. Luxusprobleme. Sie erinnern mich daran, auf den Boden zurück zu kommen, wenn ich mir wieder einmal Sorgen mache und jammere.

Jammern auf hohem Niveau.

Für alle, die ab und an (wie ich) noch einmal eine Erinnerung brauchen, was wahre Probleme und Krisen sind:

 

Lest Razans und Dyanas Geschichte hier:

Teil 1: Syrien – Türkei

Teil 2: Türkei – Griechenland – Mazedonien – Serbien

Teil 3: Serbien – Ungarn – Österreich – Deutschland

 

Lest Wajdys Geschichte hier:

Teil 1: Über das Leben in Syrien vor dem Krieg

Teil 2: Und wann veränderte der Krieg alles

 

Trevor: Spirituelle und fantastische Welten

Beim Reisen möchte ich die Dinge hinter den Dingen sehen. Eintauchen in die fantastische Welt der Gnome, Elfen, Trolle, Riesen und Zwerge. Gibt’s nicht? Gibt’s nur in Geschichten?

Wartet’s ab, davon wird es ab Sommer 2017 einiges mehr auf dem Blog geben 😉

Einen Erfahrungsbericht gibt es schon mal hier von Trevor: Eintauchen in spirituelle Welten

 

David: Geschichten erzählen

Geschichten erzählen, Geschichten schreiben. Nichts macht das Leben bunter als eine gut erzählte Geschichte. Tag für Tag kreieren wir unsere eigene Geschichte.

So wie David, ein großartiger Erzähler, der seine magische Geschichte mit uns teilt. Unglaublich authentisch und aufregend! Und ein Stück wandelnde Historie 😉

 

Lest Davids Geschichte hier:

Teil 1: Alles begann mit dem Mechanischen Mann

Teil 2: Die Geburt des Mechanischen Magiers

Teil 3: Über die Geschichte der Straßenkunst in Amerika, Europa und Australien

 

Wie lautet Deine Geschichte? Welche fantastischen, spannenden, neugierigen, traurigen, fröhlichen Elemente färben Deine Geschichte kunterbunt und machen sie zu einem lesenswerten Roman?

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