Heimat gefunden? Nö. Viel geschrieben? Nö, auch nicht. Ein Zwischenfazit.

Plötzlich sind zwei Monate rum. War in der Schweiz, in Dänemark, in Schweden, bin gerade in Norwegen (siehe auch hier und hier), habe schon fast 5 Wochen Freiwilligenarbeit hinter mir und frage mich:

 

Was ist mit den vielen Projekten, die du dir vorgenommen hast?

 

Blog: Will ich die englische Version des Blogs weiterführen? Soll ich Geld investieren, damit das Ganze auch nach was aussieht und die technische Seite mal „geordnet und aufgeräumt“ wird? Möchte ich mit mehr Regelmäßigkeit (an bestimmten Tagen), dafür aber nur zweimal im Monat etwas posten? Zumindest im letzten Punkt bin ich zu einer Entscheidung gekommen: Ja, nur noch zwei Artikel pro Monat, da ich momentan noch so viele andere Dinge habe, um die ich mich kümmern möchte.

 

Wildnispädagogik: So viele Fragen, soviel Wissensdurst und ich bin kaum dazu gekommen zu recherchieren. Immerhin habe ich nun fest eingeplant, morgen eine Laubhütte zu bauen und darin zu schlafen 😉

 

 

Freiberuflichkeit: Kleine Schritte bin ich gegangen. Habe Notizen endlich geordnet, mir Gedanken darüber gemacht, in welche Richtung es gehen soll und festgestellt: Ich werde nie ortsunabhängig (also nur online) arbeiten können, weil ich den direkten Kontakt zu Menschen brauche. Immerhin ein Ergebnis 🙂

 

Schreibprojekte: Immerhin habe ich die Recherche abgeschlossen und „Mr. Archie“ hat bereits per email ein paar Verlage erreicht. Meine Idee über einen kleinen Piraten, der auf einer Insel strandet. Dafür überfluten mich Ideen für ein Projekt, bei dem ich noch nicht weiß, ob ich daraus eine Blogreihe machen möchte oder ein Buchprojekt (Sneak Peak: Es heißt „Reisen mit Schildkröte“).

 

Mit dem naiven Gedanken „Jetzt, wo du Zeit hast, kannst du endlich alles erledigen, was du in den letzten Jahren nicht geschafft hast“ bin ich losgezogen und stelle fest: Das geht so nicht.

Was war das Problem? Und viel wichtiger: Wie kann ich das Problem lösen?

 

Schreibblockade

Egal ob für meinen Blog oder für meine sonstigen Schreibprojekte: Die Worte sprudelten in den letzten Wochen nicht so, wie sie sollten und das hatte verschiedene Gründe.

 

Es gibt Umgebungen, die inspirieren mich. Und manche tun es eben nicht.

 

Das brachte mich ins Grübeln, dachte ich doch, ich sie ein Mensch, der am besten schreiben kann, wenn es Nacht, niemand sonst in der Wohnung ist und nachdem ich drei Tage frei hatte.

In den letzten Wochen hat sich das als nicht ganz richtig rausgestellt und ich musste meine Schreibumgebung und Arbeitsatmosphäre überdenken.

 

Was brauche ich?

  • Einen Tisch am hellen Fenster, gerne überfüllt mit Unterlagen und sonstigem Kram 🙂
  • Kleine Pausen, in denen ich spazieren gehe, im Internet recherchiere, Lebensmittel einkaufe, koche oder eine Runde joggen gehe.
  • Ein nicht allzu lautes Café, in dem zwar Menschen sitzen, es aber nicht überfüllt ist. Diesen Punkt führe ich auf meine Stadtabstinenz der letzten Wochen zurück 😉

 

Zeitplanung spielt immer noch eine große Rolle. Eine Stunde frei bevor das Nächste ansteht? Vergiss es, ich funktioniere nicht auf Knopfdruck sondern auf Entspannung.

 

An die Blogger und Schreiber unter euch: Wie sieht euer Lieblingsschreibplatz aus?

 

Planung

Ich liebe To-Do-Listen! Doch hat eine reine Aufgabenliste in den letzten Wochen nicht gereicht. Die Liste ist so lang und umfangreich, dass sie in Chaos umschlug. Ich musste Prioritäten setzen und auch einfache (Recherche-) Aufgaben erstellen für Tage, an denen ich viel arbeiten musste (vor allem körperlich) und danach müde war. Tage in der Stadt verband ich vor allem mit schreiben und nicht mehr nur sightseeing. Und siehe da, es klappte 🙂

 

Und auch die Planung der nächsten Schritte lag an: Wo soll es hingehen? Welche Hosts gibt es in der Gegend? Wie komme ich dahin? Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in der Nähe, die ich damit verbinden könnte? Soll ich ein Auto mieten? Was würde das kosten? Was kostet ein Flug auf die Kanaren? Von wo aus soll ich fliege? So viele Fragen…

Recherchen, die viel Zeit in Anspruch nahmen, leider aber unerlässlich sind und mich zum Teil von meinen Projekten abgehalten haben.

 

Schlussfolgerung

Bei meiner Suche nach Hosts achte ich nun darauf, dass der Wohnort max. 30 min mit öffentlichen Verkehrsmitteln von der Stadt entfernt ist, nicht mehr als 4-5 Stunden Arbeit pro Tag anstehen, max. 5 Tage die Woche, damit genug Zeit bleibt für meine Vorhaben.

Außerdem recherchiere ich gerade nach Unterkünften in der Sonne (Kanaren), die ich mir mit meinem niedrigen Budget leisten und ich mich für ca. 3 Wochen NUR auf meine Ziele konzentrieren kann. Internet ist hier ein MUSS.

Falls ihr eine Ideen dazu habt, lasst es mich wissen 😉

 

Und? Weißt du schon, wo du leben willst?

Ich bin nun seit zwei Monaten unterwegs und die ersten Nachfragen kommen bereits: Und? Weißt du schon, wo du leben willst?

Nö.

 

Allerdings weiß ich, dass es mir extrem gut damit geht, nicht in Deutschland zu sein.

 

Auch ein Leben auf dem Land kann ich mit Sicherheit ausschließen. Das habe ich die letzten Wochen bei meiner Freiwilligenarbeit in Schweden und Norwegen wieder einmal feststellen können.

15-20 Minuten zu Fuß zur nächsten Bushaltestelle. 20-30 Minuten mit dem Auto zum nächstgrößeren Ort.

 

Versteht mich nicht falsch, für ein paar Wochen ok, aber zum Leben? Nein, ich bin kein Landmensch.

 

Typisches Stadtkind? Vielleicht.

Eher ein Stadtrand-Mensch, nicht ganz hier und nicht ganz da

und doch nah an allem dran.

 

Ich weiß, dass es nicht die perfekte Stadt bzw. das perfekte Land gibt, die suche ich auch gar nicht. Entscheidend für meine Wahl sind die folgenden Prioritäten:

 

Wälder. Ich brauche Wälder und hohe Hügel bis mittelgroße Berge (wie in Schweiz, Schweden und Norwegen). Ein See wäre schön, oder Meer (hier liegen Schweiz und Norwegen vorne). Ein freundliches Land (damit ist Deutschland raus). Auf keinen Fall konservativ, katholisch oder spießig, da pass ich nicht rein (was gegen die Schweiz spricht). Pädagogisch alternativ, nicht so extrem leistungsorientiert oder wenigstens aufgeschlossen (Dänemark, Schweden und Norwegen). Kurze, milde Winter (Skandinavien ist raus).

 

Zwischenfazit? Obwohl Oslo mein Favorit wäre, weiß ich, ich würde mit der Dunkelheit und Kälte im Winter nicht klar kommen.

 

Bevor es Ende Oktober nach Amsterdam und Den Haag geht, führt mich mein Weg noch einmal nach Schweden….um eine Rückführungstherapie/Reinkarnationstherapie auszuprobieren 😉

Was ist das? Lest hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Reinkarnationstherapie

 

Ich bin sicher, es wird spannend! Ich halte euch auf dem Laufenden 😉

 

PS: Noch eine Frage, die mir in der letzten Zeit oft gestellt wurde: Wie klappt es mit Nichtrauchen?

Bisher halte ich durch, aber um ehrlich zu sein: Ich habe immer noch, nach 7 Monaten, jeden einzelnen verdammten Tag Verlangen nach einer Zigarette und an manchen Tagen ist es immer noch mega schwer, nicht zu rauchen. Kaffee sitzt in meinem Leben mittlerweile auf einem Thron ganz weit oben, mit einer Goldkrone und Diamanten, die jeden König vor Neid erblassen lassen würde.

Und das, obwohl der Kaffee in Schweden und Norwegen nach Zitrone schmeckt…

 

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